Ich spiele eine junge Frau, die sich auf eine Reise begibt, auf die Suche nach sich selbst und ihren Wurzeln … Es war mir eine große Freude mit Stefan Kurt zusammen zu spielen, der mit seiner zurückhaltenden, unaufgeregten Art und mit seinem ganz präzisen feinfühligen Spiel ein bezaubernder Kollege ist. Auch das Zusammentreffen mit Andrea Sawatzki war mir eine große Freude. Ich habe selten jemanden erlebt, der mit so viel Elan und Herzenswärme arbeitet und jeden Tag eine Fröhlichkeit mitbringt. Und natürlich Gregor Schnitzler, der seine Schauspieler unverkennbar liebt, wertschätzt und offen ist für die Perspektive der Schauspieler zur Deutung der Figur, sodass es großen Spaß macht, mit ihm gemeinsam die Rolle zu erarbeiten. ”Bella Germania” ist ein Film mit aktuellem Bezug und menschlichen Konflikten: Liebe, Tod, Familie, Karriere, Schicksalsentscheidungen. Schoene Geschichte, gut erzaehlt. Nur die Beweggründe der weiblichen “Nicht’ Hauptfigur haben sich mir so gar nicht erschlossen. Mir hat es trotzdem gefallen. weniger Die Vorstellung in ein fremdes Land zu gehen, dessen Sprache man nicht spricht, um dort zu arbeiten und seine Existenz aufzubauen, stelle ich mir heftig vor. Auch wenn die Italiener damals als Gäste kamen, wurden sie von vielen Deutschen nicht so aufgenommen. Sie wurden beschimpft und waren erst einmal nicht gewollt.

Ein Gefühl, welches sogenannte Flüchtlinge heutzutage sicherlich nachempfinden können. Denn auch heute haben leider immer noch viele Deutsche Angst vor dem Fremden. »Eine packende Geschichte – und wunderschön erzählt.« Jan Weiler Daniel Specks Roman »Bella Germania« ist eine große deutsch-italienische Familiengeschichte in drei Generationen – voller Zeitkolorit, dramatischer Wendungen und großer Gefühle. » Er reichte mir ein altes Foto. Ein junges Paar vor dem Mailänder Dom. Die Frau hatte schwarze Haare und sah aus wie ich. Es war, als blickte ich direkt in einen Spiegel. >Das ist Giuliettadeine Großmutter. München, 2014: Die Modedesignerin Julia ist kurz vor dem ganz großen Durchbruch. Als plötzlich ein Mann namens Vincent vor ihr steht, der behauptet, er sei ihr Großvater, gerät ihre Welt aus den Fugen.

Mailand, 1954: Der junge Vincent fährt von München über den Brenner nach Mailand, um dort für seine Firma zu arbeiten.